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Mytholgie und mehr...

Die Anderswelt

Bei den Kelten nannte man das Jenseits Anderswelt. Sie glaubten an die Unsterblichkeit der Seele und an die Wiedergeburt. Darum gaben sie ihren Toten auch allerlei Gegenstände und Nahrungsmittel mit ins Grab, damit sie sie in die jenseitige Welt mitnehmen konnten. Meist wird die jenseitige Welt freundlich und friedlich dargestellt, als Ort der mit Gesang, Tanz, Liebe und vielen weiteren schönen Dingen erfüllt ist. Hierher kamen die Seelen der Verstorbenen um sich auszuruhen, bevor sie erneut in einen Körper einkehren um wiedergeboren zu werden.Aber Anderswelt war nicht gleich Anderswelt. Es gab nicht nur eine, sondern viele verschiedene, die sich alle an unterschiedlichen Orten befanden und alle von unterschiedlichen Wesen bewohnt waren. Die Anderwelten der Fomori zum Beispiel werden als düstere Vorhölle beschrieben, die sich unter Seen und Meeren befindet. Die Anderwelten der Tuatha de Danann wiederum, sind unter den grasbewachsenen Hügeln zu finden, die man Sidhe nennt. Sie werden als glitzernd und wunderschön beschrieben. Wieder andere sind Inseln, die kaum zu finden sind, wie die "Insel der Frauen" oder die "Insel des Vergnügens", die in der Legende von Bran (dem Sohn Febals) erwähnt sind.

Im keltischen Glauben waren die Grenzen zwischen der diesseitigen und der Anderswelt fließend und zerbrechlich. Barden und Druiden aber auch einige Helden konnten zwischen ihnen relativ gefahrlos reisen. Für die Dichter und Seher waren diese Reisen mehr seelischer Natur. Sie zogen aus diesen Besuchen Kraft und Inspiration und manchmal auch die Fähigkeit einen Blick auf die Zukunft zu erhaschen. Bei den Heldensagen stößt man dagegen meist auf Reisen, in denen eine Person die Anderswelt tatsächlich körperlich betrat und wieder verlies. Doch dies war nicht ohne Gefahr. Der Weg in diese Welten war schwierig zu finden, sowohl hinein als auch hinaus. Er führte über schmale Stege, durch Wasser oder Brunnen oder unter Erdwälle. Die Zeit verging auf der anderen Seite wesentlich schneller, so dass viele Jahre vergangen sein konnten, bis die Helden die Anderswelt wieder verließen.

Die bedeutenderen Anderswelten hatten sogar eigene Namen. So wurde zum Beispiel in Annwn ein Wunderkessel der Tuatha de Danann aufbewahrt, der Kranke heilen und Tote wieder zum Leben erwecken konnte. In Carbonek befand sich die sogenannte Gralsburg. Der Legende nach wurde in dieser Burg der heilige Gral aufbewahrt, bewacht von einer Reihe von Engeln und Geistern. Die Sidhe dagegen (die Grashügel) bewohnten die Elfen und Feen. Auch die Insel Avalon gehört zu den Anderswelten. Dort wird der Leichnam König Artus aufbewahrt. Beherrscht wird Avalon von Morgan Le Fay.

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